Lehrveranstaltung WPF 39, Liste der Angebote für M24, M24, 6.FS, WiSe2019, MSM2

WPF 39: '[Angebot 39] Digital Health: Von der App bis zum intelligenten Krankenhaus'

Lehrformat: Praktikum (Großgruppe) (60.00 Std.)
Kurzbeschreibung: 1. Ziel und Inhalt des Wahlpflichtmoduls. Kann ich Apps für Diagnostik oder gar Therapie einsetzen? Wie organisiere ich eine Online-Videosprechstunde? Welchen Einfluss werden Blockchains, Big Data oder künstliche Intelligenz auf meine Arbeit haben? Sind solche digitalen Daten überhaupt sicher? All dies sind Fragen, mit denen sich viele Ärzte heute konfrontiert sehen und die in Zukunft noch weit mehr an Bedeutung gewinnen werden. Digitalisierung ist dabei ein globaler Prozess, der zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden ist und bereits heute nahezu jeden Lebensbereich betrifft. Bei der digitalen Transformation des Gesundheitswesens befindet sich auch die Rolle des Arztes / der Ärztin im Wandel und wird kontinuierlich neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Dazu gehören z.B. der Umgang mit neuen Technologien in der Diagnostik sowie die Veränderung der Arzt-Patient-Beziehung aufgrund steigender Gesundheitskompetenz von Patienten (durch Zugang zu digitalen Wissensressourcen, Nutzung von Wearables, etc.). Die meisten Potentiale, aber auch Fallstricke im Kontext der Digitalisierung sind dabei nicht mehr fachspezifisch oder klinikintern allein anzugehen, sondern interdisziplinär und oft auch im Konsens mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (z.B. Recht, Sicherheit, Ethik). Als erstes umfassendes Angebot zum Thema Digitalisierung im MSM 2.0 legt das Wahlpflichtmodul einen besonderen Wert auf den Erwerb fachübergreifender Kompetenzen im Umgang mit digitalen Anwendungen in Verbindung mit dem theoretischen und praktischen Wissen des MSM 2.0. Studierende erhalten die Möglichkeit, an Hand von medizinischen Alltagsbeispielen aktuelle Technologie-Trends aus verschiedenen Fachbereichen auszuprobieren und sich mit medizinischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der eHealth Implementierung auseinandersetzen. Bisherige Kenntnisse aus den klinischen orientierten Modulen können realitätsnah erweitert und disziplinübergreifende Fertigkeiten für die sich im digitalen Wandel befindende ärztliche Rolle erworben werden. Diese Lehrveranstaltung ist somit konzipiert für Studierende mit einem hohen Interesse an der aktuellen und künftigen Verwendung von digitalen Technologien in der Medizin. 2. Struktur und Inhalt des Wahlpflichtmoduls In der ersten Woche werden zunächst grundlegende Abholpunkte und ein gemeinsames Verständnis zu verschiedenen Begriffen und auch Abläufen im Modul geschaffen, auf denen im Verlauf aufgebaut wird. Die weiteren Veranstaltungen in den drei Wochen dienen allgemein der Vermittlung von Wissen und Kenntnissen zur Digitalisierung in der Medizin. Hierbei werden unterschiedliche individuelle Fachdisziplin-spezifische Schwerpunkte gelegt, wobei auf die Vermeidung von Redundanzen und die Schaffung von thematischen Anknüpfungspunkten geachtet wird. Einzelne Elemente und Projekte werden den Studierenden allerdings auch von der ersten bis zur dritten Woche wiederholt begegnen. Hierzu gehören „Ko-Produktionen“ und die Vorbereitung und Durchführung eines „Mini-Hackathons“ (für beides s.u. bei „Sonstiges“). Ferner werden verschiedene Arten von Wearables zur Messung von Bewegungsparametern erprobt und gemeinsam ausgewertet und diskutiert. 3. Lernspirale Das Wahlpflichtmodul baut auf den grundlegenden Kenntnissen des 2. bis 5. Semesters auf. Dazu zählen u.a. die Module M6 “Mensch und Gesellschaft”, M9 “Haut”, M10 “Bewegung”, M11 “Herz und Kreislaufsystem”, M12 “Ernährung, Verdauung, Stoffwechsel”, M15 “Nervensystem”, M17 “Systemische Störungen als Krankheitsmodell”, M20 “Psyche und Schmerz als Krankheitsmodell” sowie praktische Kenntnisse und Erfahrungen aus den Formaten Kommunikation, Interaktion und Teamarbeit (KIT) sowie den Untersuchungskursen. 4. Vorausgesetztes Wissen und Fertigkeiten Da dieses Wahlpflichtmodul Zusammenhänge zwischen dem Themenfeld „Digitalisierung“ und der Medizin vermitteln möchte, wird ein Verständnis über bis dahin im Studium behandelte Körper- und Organfunktionen auf makroskopischer, mikroskopischer und physiologischer Ebene vorausgesetzt, ebenso wie ein Beherrschen allgemeiner Techniken von Anamnese- und Untersuchungsabläufen. Ansonsten sollen die Teilnehmer lediglich ein grundsätzliches Interesse an der Thematik Digitalisierung mitbringen. Die Vermittlung entsprechender Grundlagen und darüber hinausgehender Wissensinhalte sind Fokus des Moduls selbst. Als einzige Vorbereitung bitten wir alle Teilnehmer, sich im Vorfeld bereits Gedanken zu machen zu möglichen innovativen digitalen Ideen, die sie im Rahmen von geleiteten Kleingruppenarbeiten zu realen Angeboten oder Produkten im Gesundheitswesen entwickeln wollen würden (s.u. „Sonstiges“). Sonstiges: Koproduktion: Die Gemeinschaft der Studierenden soll täglich ihre Erfahrungen und „TOP-5 Lessons Learned“ von den einzelnen Unterrichten im Rahmen eines Blogs festhalten. Das selbst-Erleben von Themen in Verbindung mit dem aktiven Bearbeiten soll die Auseinandersetzung mit den behandelten Inhalten noch mehr unterstützen. „Mini-Hackathon“: Im Rahmen dieses Unterrichtsformats sollen die Studierenden in Kleingruppen eine Idee für eine digitale medizinische Anwendung bzw. ein Produkt selbst entwerfen und mit Hilfe von Fachleuten aus Medizin, Informatik und Wirtschaft unter Berücksichtigung der im Modul behandelten Wissensinhalte weiter entwickeln. Durch die starke Interdisziplinarität wird das bestehende Wissen abgefordert und durch fall- und themenspezifische Inhalte im Kontext der digitalen Anwendungen erweitert.
Übergeordnetes Lernziel: Die Studierenden sollen ..... - Anforderungen, Herausforderungen, Chancen und Grenzen des Einsatzes digitaler Verfahren (inkl. Telemedizin) für die Arzt-Patient-Beziehung erläutern und bei ihrem Handeln berücksichtigen können, - die Einsatzmöglichkeiten von medizinischen Apps mit ihren Chancen und Risiken auf Patienten-, Arzt- und Forschungsebene zusammenfassend erläutern und reflektieren können, - die aktuellen Möglichkeiten durch digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchains, Big Data für ihren medizinischen Einsatz beschreiben können, - die rechtlichen, ethischen und gesellschafts-politischen Rahmenbedingungen der digitalen Medizin erläutern und in Bezug auf das ärztliche Professionsverständnis wie die eigene Arbeit reflektieren können, - die Anwendungsmöglichkeiten von Virtual/Augmented Reality Szenarien und Computer-Assistenzen (u.a. Decision Support Systems) in der Medizin benennen können. Die Feinlernziele werden für die einzelnen Unterrichtseinheiten jeweils im Modulhandbuch formuliert werden, welches den teilnehmenden Studierenden im Vorfeld zum Wahlpflichtmodul elektronisch zur Verfügung gestellt wird.
Prüfungsformat (Ihres Wahlpflichtmoduls): Es findet ein Quiz zu den Themen des Moduls statt (ohne Benotung). Zusätzlich relevant ist die Beteiligung an den Koproduktionen und der Gruppenarbeit im Rahmen des Mini-Hackathons (s. „Sonstiges“).
Fach gemäß ÄAppO:
  • fächerübergreifend
Durchführende Einrichtungen:
  • CC01 - Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin - CBF
  • CC01 - Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie - CCM
  • CC05 - Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie - CCM
  • CC06 - Institut für Radiologie (mit dem Bereich Kinderradiologie) - CBF/CCM/CVK
  • CC07 - Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin - CCM/CVK
  • CC08 - Chirurgische Klinik - CCM/CVK
  • CC09 - Julius-Wolff-Institut für Biomechanik und Muskuloskelettale Regeneration - CVK
  • CC09 - Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie - CCM/CVK
  • CC11 - Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie und Angiologie - CCM
  • CC12 - Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie - CCM/CBF
  • CC13 - Klinik für Geriatrie - CBF/CVK
  • CC15 - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie - CBF
  • CC17 - Klinik für Pädiatrie m.S. Endokrinologie und Diabetologie - CVK
  • DSFZ - Dieter-Scheffner-Fachzentrum
  • EGZB - Evangelisches Geriatriezentrum Berlin
Zuständige Lehrende / Sekretariate:
 
Lernziel(e) der Veranstaltung – der/die Studierende soll…
keine Lernziele
 
Ausbildungsziele (keine Einträge)
Gegenstandskatalog 1 (keine Einträge)
Gegenstandskatalog 2 (keine Einträge)
Modul-Outcomes: (keine Einträge)
Vorhandene Medien
in Blackboard:
keine Medien